Bahn-Logo
HOME


Mexiko im März 2007




Dieses Jahr im kleinen Kreise
begann mit Ulli unsere Reise.
Was die Mayas hinterließen,
sollten wir mit ihr genießen.

Nach Paris ging erst die Tour,
dort war gar nichts mit L´Amour,
nix mit Louvre und Pernod,
uns trieb die Kunst nach Mexiko.

Der Flug war lang und nach zwölf Stunden,
hatten wir es überwunden.
Ziemlich schnell kam das Gepäck
und schon war die Anne weg.
Rudi ist dann auch verschwunden,
um Wechselkurse zu erkunden.

Elisabeth aus Schwitzerland,
hat Gebeco zu uns gesandt.
Sie hat sich interessiert beguckt,
was da der Flieger ausgespuckt.

Schlaf gab´s ein paar Stunden nur,
dann ging es los mit der Kultur:
Wir besuchten mit der Gruppe
Die dunkle Jungfrau von Guadalupe.
Ein Laufband transportierte flott
die Pilger aus dem Kohlenpott.

Am Zocalo gab´s ein Lokal,
dort nahmen wir das Abendmahl.
Auf der Terrasse war es frisch,
dann kam das Essen auf den Tisch.

Helga fand die Pflaumensoß´
auf der Entenbrust famos.
Grüne Soß´auf Hühnerbrust
war nicht für jeden ein Genuss.

Zur Götterstadt Teotihuacan
sind wir natürlich auch gefahr´n.
Die Götter brachten keinen Segen.
Gott Chac schickt Donner und auch Regen.

Die Pyramiden zu besteigen
ließen wir dann lieber bleiben.
Ab in den Bus war unser Bestreben
nach Ulli´s Motto: Kultur & Überleben.

Kurzer Flug dann nach Cancun,
dort durften wir drei Tage ruh´n.
Schwimmen, sonnen, Wasser trinken,
müde auf die Liegen sinken.

Pinguine sah man fliegen,
das musste an den Cocktails liegen.
Dann kamen Wolken und es gießt,
wir hatten ja All Inclusive.

Am Samstag war mit allem Schluss,
Elisabeth kam mit dem Bus.

Nach Chichen Itza ging die Fahrt
zur berühmten Götterstadt.
Dort erfuhren wir dann wieder,
dass Tolteken wilde Krieger.

Das Ballspiel wurde da erfunden.
Die Spieler haben sich geschunden.
Die Sieger zahlten mit dem Leben,
das war ihr allergrößtes Streben.

Das hat Gott Chac sehr imponiert,
und sich mit Regen revanchiert.
Die Moral von der Geschicht:
Bist du faul, dann stirbst du nicht.

Über die Mayas gäb´s zuviel zu berichten,
darum erspart mir das weitere Dichten.
Wer nicht mehr weiß, wie alles gewesen,
kann es noch mal im Tagebuch lesen.

Nach Palenque ging es bald,
immer höher durch den Wald.
Das Ziel war dann San Christobal.
Nach kurzer Fahrt von sieben Stunden,
hatten wir den Ort gefunden.

Ins Hotel mit dem Gepäck,
Elkes Koffer war erst weg.
Doch weil der Inhalt nicht gefällt,
hat man ihn wieder hingestellt.

Die Frauen dort mit ihrem Zopf,
zogen gleich Tücher über den Kopf.
Sie wollten uns ihre Decken verkaufen,
doch sahen sie Kameras, gingen sie laufen.

Wir stiegen wieder in den Bus,
dann war mit dem Versteckspiel Schluss.

Am Grijalva, einem Fluss,
hielt dann wieder unser Bus.
Mit bunten Westen angetan
kletterten wir in den Kahn.

Auf der Flussfahrt sah man viel,
zum Beispiel auch ein Krokodil.
Auf uns war es nicht sehr erpicht:
Was auf dem Boot war, schmeckte nicht.

Wie wird es wohl weitergeh´n,
überall Kakteen steh´n,
wo der Bus durch Kurven düste.
Sind wir gar schon in der Wüste?

Agaven werden hier gepflanzt
und später dann zu Schnaps gestampft.
In den Flaschen könnt ihr sehen,
wie die Würmer Runden drehen.

Der Wurm war uns zunächst suspekt.
Man schluckte ihn mit Mezcal weg.
Wer das ohne Zögern macht,
wird mit einem Hut bedacht.

Weiter ging es nach Oaxaca
auf der langen Autopista.
Einen Stau gab´s auf der Bahn,
weil eine Kuh die Vorfahrt nahm.
Der Fahrer war nicht sehr entzückt,
dass sie den Kühler eingedrückt.

Bald erreichten wir die Stadt,
wo das Hotel gewartet hat.
Sehenswürdigkeit betrachten,
auf Prozessionen von Kindern achten,
die sich freuen jedes Jahr,
wenn der Frühling wieder da.

Der absolute Knaller war
der Abend im Camino Real.
Lecker Essen, Hühnersuppe
und dann kam die Volkstanzgruppe.

Sie trugen wunderschöne Trachten
und stampften, dass die Balken krachten.
Der Höhepunkt war ohne Frage
Helgas wilde Tanzeinlage.

Wie ein Profi tanzte sie
und schwang den Rock bis über´s Knie.
Wie in Ekstase stampfte sie,
das Publikum vor Lachen schrie.

In Acapulco ist´s vorbei
mit der ganzen Dichterei.
Ein Lob geht an Elisabeth,
hat unermüdlich uns erzählt
von den vielen Trümmern hier.
Elisabeth, wir danken dir!

Ulli möchten wir doch bitten,
springe ja nicht von den Klippen,
denn deine Reisen sind der Hit,
wir fahren alle gerne mit.

-von Hannelore Renzewitz-